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Das Nichts und das Brot

Hallo,
ich schreibe eine weitere Flaschenpost in die Weiten dieses digitalen Ozeans.Ich habe mein Tagebuch verbrannt damit ich niemals auf den Gedanken komme daraus vorzulesen.
Und dennoch schreie ich meine Gedanken von der Einsamkeit meiner Küche hinaus.
Warum? Ich weiß es nicht. Ich frage mich oft warum ich tue was ich tue und auch wenn ich es nicht weiß trägt mich jeder Schritt weiter voran. Immer weiter nach vorne auch wenn ich mal einen falschen Weg einschlage. Jeder Tag und jeder Moment trägt mich weiter dem Ende zu und ich gebe mein bestes nicht zu bereuen.

Ich weiß nicht warum jemand lesen sollte was ich hier so in unregelmäßigen Abständen aus meinem Kopf picke und in die Welt setze. Und ich kann viel erzählen ohne etwas zu sagen. Mit der Zeit sind meine Ziele immer abstrakter geworden.

Ich möchte nicht alleine sein. Ich habe Angst. Panische Angst vor dem nichts. Ich schreibe lieber meine Gedanken in die Welt hinaus in der Hoffnung, dass irgendwer sie irgendwann lesen wird, als das ich still bin und weiß das ich alleine bin. Ich liebe laut tickende Uhren. Sie sagen mir das die Zeit vergeht. Ich fürchte Nichts. Wenn nach dem Tod das Nichts kommt dann hoffe ich das sich auch mein Ich auflöst. Denn selbst nicht zu sein ist besser als im Nichts aber zu sein. Wenn ich alleine bin habe ich Angst, dass die Welt verschwindet. Das ich kurz nicht aufpasse und alles gegangen ist. Das alle und alles irgendwo ist aber nicht da wo ich bin. Denn wo ich bin ist Nichts.

Also sitze ich hier in meiner Küche. Neben mir eine Schale mit Brot das seid ein paar Tagen trocknet. Und ich drehe an der Kurbel meines Handhäckslers von Tupper und nenne das Ergebnis Paniermehl. Ich tue das, weil es laut ist und weil ich etwas schaffe. Ich tue es, weil meine Mitbewohnerin das volle Glas mit dem Paniermehl sieht und weiß, dass ich hier war.

Ich habe Chaos um mich herum dann ich habe es geschaffen es ist viel einfacher ein viereckiges Puzzle teil mit geraden Kanten zu ersetzen als eins, dass voller Stacheln und Rundungen ist. Ich bin nicht einfach blau ich bin bunt da ich an allen Seiten an andere Teile rage. Ich würde gerne auch die Lücken schließen. Denn genauso wie ich Angst habe zu verschwinden habe ich auch Angst die Anderen könnten gehen. Ich habe Angst, dass man mich packt und ins Nichts wirft und ich habe Angst das Alles geht und mich im Nichts zurücklasst. Ich möchte mich an die Wände meiner Welt werfen damit ich weiß dass sie da sind. Ich verliere meinen eigenen Geist ans Nichts. Ich werde wahnsinnig und ich fürchte mich so schrecklich.

Also hacke ich Brot damit ich selbst aus der Einsamkeit Spuren hinterlasse.

Ich danke dir, dass du das liest und es liebst oder hasst. Das du es an dich ran lässt. Danke das du mich, für einen Moment, Teil deines Lebens sein lässt.
2.1.17 22:35
 
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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


LettisMama (4.1.17 21:21)
Ich habe deinen Beitrag aufmerksam gelesen und mich sehr oft wieder erkannt. Zu oft.
Ich danke dir, dass ich das lesen durfte und mich mit meinen Gedanken nicht mehr ganz so allein auf diesem großen Erdball fühle.

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